Klaus Krämer hat Papst Franziskus einen Priester zum Bischof für die Diözese Rottenburg-Stuttgart
Standort
Telefon
Datum
Klaus Krämer hat Papst Franziskus einen Priester zum Bischof für die Diözese Rottenburg-Stuttgart
Der Dom St. Martin in Rottenburg ist an diesem regnerischen Mittwoch dicht gefüllt: Am Tag zuvor war bekannt geworden, dass Papst Franziskus einen neuen Bischof für die Diözese Rottenburg-Stuttgart ernannt hat. Viele Menschen wollen wissen, wer das drittgrößte deutsche Bistum mit 1,62 Millionen Katholiken künftig leiten wird. Wer folgt auf Gebhard Fürst, der im Dezember 2023 in den Ruhestand getreten war?
Als um Punkt 12 Uhr Übergangs-Bistumsleiter Clemens Stroppel den Namen „Klaus Krämer“ verliest, brandet eine Minute lang Beifall im Dom auf, die Menschen erheben sich, manche klatschen besonders kräftig in die Hände. „Das ist ein guter Mann!“, sagt eine Mitarbeiterin des Bischöflichen Ordinariats, die in einer Bankreihe die Vorstellung des neuen Bischofs verfolgt. „Er weiß viel und ist den Menschen zugewandt.“
Die württembergischen Wurzeln nie aufgegeben
Denn der 60-jährige Priester ist in der Diözese gut bekannt. Der am 14. Januar 1964 in Stuttgart geborene Krämer machte sein Abitur in Winnenden, studierte danach Rechtswissenschaften und Theologie. Im März 1992 wurde er zum Diakon und im Juni 1993 zum Priester geweiht. 1994 berief ihn Walter Kasper, von 1989 bis 1999 Bischof von Rottenburg-Stuttgart, zu seinem Bischöflichen Sekretär.
1999 wurde Krämer Domkapitular und Leiter der Weltkirchen-Abteilung: Das Engagement für die Weltkirche sei „etwas vom Wertvollsten, was wir haben“, betont der promovierte Theologe im Hinblick auf das württembergische Bistum. Einem Bistum, das erst 1828 gegründet wurde und eher zu den jüngeren Diözesen im deutschen Sprachraum gehört. Von 2008 beziehungsweise von 2010 an leitete er die Hilfsorganisation missio Aachen sowie das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ – jeweils bis 2019. Dort engagierte er sich für humanitäre, entwicklungspolitische und religiöse Projekte weltweit. 2020 kehrte Krämer in seine südwestdeutsche Heimat zurück. Er wurde Vize-Verwaltungschef der Diözese und Leiter der kirchlichen Bauabteilung.


